Zuko 2018:

Ergebnisse Masterplan 3:

Wirtschaft und Arbeit


Radverkehr

In der ersten Arbeitsphase am Tisch Mobilität wurde das Thema Radverkehr als das zukunftsfähigste Fortbewegungsmittel für die Stadt Ludwigsburg gesehen. Dabei wurde aber klar, dass die bisher geführten Diskussionen und schleppenden Umsetzungen im Radwegebau nicht so weiter gehen dürfen. Nur durch eine schnelle und wirkungsvolle Umsetzung im Radwegebau kann eine Trendwende, hin zu den umweltfreundlichen Mobilitätsarten eingeleitet werden. Als wichtigstes Ziel für den Radwegebau wurde dabei auf den Aspekt der Sicherheit beim Radfahren hingewiesen.
Aber auch bei anderen Verkehrsträgern wie z.B. im ÖPNV wurden die Sicherheitsaspekte als wichtigstes Ziel genannt, sowie die Umsetzung eines kostengünstigen Stadttickets.
Es wurde aber auch klar, dass nicht nur allein der Radwegeausbau die Lösung der städtischen Verkehrsinfrastruktur ist, sondern die Wechselwirkungen aller Verkehrsmittel untereinander einbezogen werden müssen. Mit der Karte „Wir teilen uns die Straße“ wurde dies zusammenfassend zum Ausdruck gebracht. 


Blickwinkel Landesgartenschau

In der zweiten Arbeitsphase wurden die Chancen und Risiken einer Landesgartenschau für den Bereich Mobilität in Ludwigsburg diskutiert. Chancen wurden darin gesehen, dass für eine zukunftsfähige Landesgartenschau in der Innenstadt der ÖPNV und die Radwegeinfrastruktur deutlich besser ausgebaut werden müssten, damit die Besucher schon im Vorfeld der Landesgartenschau dazu animiert werden, nicht mit dem Auto zu kommen. Risiken wurden insoweit beziffert, dass die B27 den Verkehr trotz Untertunnelung nicht aufnehmen kann und somit die umliegenden Straßen der Landesgartenschau, bzw. die Erreichbarkeit der Parkhäuser an ihre Leistungsfähigkeit kommen könnten. Dabei wurde der klare Wunsch geäußert, Stellplätze außerhalb der Kernstadt in Parkhäusern zu bündeln und die „letzte Meile“ mit umweltschonenden Verkehrsmitteln zu fördern.
Die größten Chancen für Ludwigsburg bei der Bewerbung zur Landesgartenschau wurden darin gesehen, dass der Ausbau des grünen Ringes als wichtigstes Ziel gefördert werden sollte sowie den dann erforderlichen barrierefreien Ausbau aller Infrastrukturmaßnahmen.
Hauptthema war, wie der Umstieg vom Kfz auf alternative Verkehrsmittel gefördert werden kann. Es wurde festgestellt, dass Ludwigsburg stark auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet und für viele Menschen das eigene Auto das bevorzugte Verkehrsmittel ist. Als Gründe hierfür wurden z.B. die schlechte ÖPNV-Anbindung der Peripherie insbesondere außerhalb der Hauptverkehrszeiten, der hohe Preis für den ÖPNV sowie fehlende Informationen über alternative Verkehrsmittel genannt. Im Idealfall sollte man für jede Route die gleichberechtigte Wahl zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln haben oder es sollte eine attraktive Kombination der Verkehrsmittel möglich sein.


Blickwinkel Digitalisierung

Es wurden Chancen und Risiken der Digitalisierung in Bezug auf das Themenfeld Mobilität diskutiert. Eine Chance wurde in leicht zugänglichen Angeboten für Sharingdienste (z.B. über Apps) und in der Nutzung der digitalen Möglichkeiten zur Förderung und Erklärung alternativer Mobilitätsformen gesehen. Mobilitätsapps sollten nicht nur auf das Kfz bezogen sein, sondern alle Mobilitätsträger umfassen. Risiken bestehen insbesondere beim Thema Datenschutz und bei dem Thema Autonomes Fahren. Bei letzterem wird auch der erhöhte Anteil an Leerfahrten kritisch gesehen.