Zuko 2018:

Ergebnisse Masterplan 3:

Wirtschaft und Arbeit


Zugänglichkeit der Kulturangebote

Die Kultur in Ludwigsburg nimmt aufgrund ihrer integrierenden und belebenden Wirkung einen breiten Raum im Alltag der Ludwigsburger Stadtgesellschaft und im öffentlichen Leben ein. Dass dies auch zukünftig so sein soll, war eine durchgehende Haltung in den verschiedenen Arbeitspanels. Dementsprechend wurde die Zugänglichkeit von Kunst und Kultur auf vier verschiedenen Ebenen diskutiert: Information und Öffentlichkeitsarbeit – Mobilität – Sicherheit – Entwicklung des öffentlichen Raums. Es wurden ganz konkrete Vorschläge gemacht und Hinweise gegeben, wo gerade bei kleinen Alltagssituationen die Erreichbarkeit und Wahrnehmbarkeit der Kultur gestärkt werden könnte (z.B. Mobilität und Öffentlichkeitsarbeit).

Integration und Inklusion bei Kulturangeboten

Darüber hinaus nahm das Thema Internationalität und Integration im kulturellen Leben Raum ein. Vorhandene Angebote (z.B. Ludwigsburg Card, kulturelle Frühförderung, Bespielen öffentlicher Plätze) erleichterten zwar die Zugänge zu Kulturangeboten, dennoch seien z.B. die sprachlichen oft anspruchsvollen Formulierungen in Ankündigungstexten von Veranstaltungen möglicherweise eine Barriere. Durch die Verwendung einfacher Sprache bei Kulturinformationen, einer gezielten Ansprache verschiedener Gruppen und Communities sowie durch ein weiterhin betont internationales Kulturangebot besteht die Chance, weitere Zielgruppen zu erreichen und das SDG 4 (inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung) einzulösen.

Öffentlichkeitsarbeit

Es wurde zum Ausdruck gebracht, dass es immer noch Gruppierungen in der Gesellschaft gibt, die (trotz aller Anstrengungen) nicht an den öffentlichen Kulturangeboten teilnehmen. Mögliche Lösungsansätze und Maßnahmen wurden diskutiert. Dass die kulturelle Öffentlichkeitsarbeit und Information ausgebaut werden muss, wurde erneut betont. Allerdings wurde auch deutlich, dass Kultur nicht zuletzt vom Interessenten selber gesucht werden muss,  dass dies also eine Aufgabe in beide Richtungen sein könnte.

Kultur und öffentlicher Raum

Der öffentliche Raum als Potenzial und Möglichkeitsraum für anlassfreie, zeitlich unabhängige und individuell zu steuernde kulturelle Betätigung wurde engagiert diskutiert und als auszubauendes Feld bestätigt.
Dass das Sicherheitsempfinden und -bedürfnis dabei auch im Zusammenhang der Wege zu Kulturstätten aufkam, ist eine zwangsläufige und richtige Konsequenz aus der allgemeinen aktuellen Debatte über die Relevanz des öffentlichen Raums und den Zustand unserer offenen Gesellschaft. Die Gruppe gab Hinweise und Anregungen, worin im Detail sinnvolle Verbesserungen zur Erreichbarkeit und Zugänglichkeit der Kulturorte gemacht werden könnten, Ein-, Aus- und Umstiegspunkte im Rahmen verschiedener Mobilitätskonzepte (z.B. Haltestellen, Fahrradständer) könnten zudem als künstlerisch zu gestaltende Orte entwickelt werden.

Blickwinkel Digitalisierung

Im Themenfeld der Digitalisierung wurde herausgestellt, dass trotz der unumkehrbaren Digitalisierung im Kulturbereich bzw. im Verhalten der Rezipienten keine Gefahr im Sinne einer etwaigen Marginalisierung von „analogen“ Kulturangeboten zu befürchten sei. Vielmehr gelte es, das weiterhin angenommene Nebeneinander zwischen analogen und digitalen Angeboten bzw. das daraus entstehende positive Spannungsfeld aktiv zu befördern. Gerade die Kultur sei in der Lage, inhaltlich-technologisch voran zu gehen und neue Inhalte zu antizipieren, aber diese gleichzeitig auch kritisch zu begleiten.