Zuko 2018:

Ergebnisse Masterplan 3:

Wirtschaft und Arbeit


Barrierefreies und preiswertes Wohnen
Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation am Wohnungsmarkt und den Baulandentwicklungen der Stadt – insbesondere in den größeren Baugebieten Schauinsland, Grünbühl, Jägerhofkaserne und Fuchshof – lag der Schwerpunkt der Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer bei den Themen barrierefreies und preiswertes Wohnen. Betont wurde die Wichtigkeit der Berücksichtigung von barrierefreien Wohnungen, um ausreichend Wohnraum für Menschen mit Handicap und Seniorinnen und Senioren zu errichten. Neben den Angeboten für Haushalte mit geringem Einkommen wurde der Fokus auch auf Familien mit mittleren Einkommen gelegt. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft soll einen ausreichend großen Wohnungsbestand halten. Angebote im Einfamilienhaussegment für die Zielgruppe junge Familien mit Kindern können aufgrund des hohen Flächenbedarfs nur untergeordnet angeboten werden. Wunsch ist es, die preisgedämpften Wohnungen über das Stadtgebiet zu verteilen, um einen „gesunden“ Bevölkerungsmix zu erzielen und Wohnquartiere mit guten Mobilitätsangeboten und Nahversorgung zu realisieren.

Landesgartenschau als Chance
Die Landesgartenschau wird als große Chance für die Attraktivität von Ludwigsburg gesehen, die aber den Druck auf die Wohnsituation erhöhen wird. Diskutiert wurde auch die Überdeckelung der B 27, mehr dauerhaftes Grün und nutzbares Wasser zur Stadtreparatur, um Auswirkungen auf Klimaerwärmung abzumildern.

Mobilität und Eigenständigkeit sicherstellen
Ein attraktives Wohnumfeld bedarf ein durchdachtes Infrastrukturnetz. Aus diesem Grund kamen bessere, barrierefreie und verlässliche Angebote durch den ÖPNV, mehr Fahrradwege und flächendeckender Ausbau der Sharing-Angebote zur Sprache. Weitere Themen waren kurze Wege für den Einkauf und Pendlerinnen und Pendler sowie Bevorrechtigung von Fahrgemeinschaften (z.B. Carpool Lane USA). Im Bereich Wohnen wirft die Digitalisierung neue Diskussionspunkte auf. Digitale Einrichtungen und Funktionen in Wohnungen müssen sicher und einfach bedienbar sein. Digitale Anpassungen werden als sinnvoll angesehen, wenn diese ein längeres selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung ermöglichen, eine bessere Vernetzung mit Dienstleisterinnen und Dienstleistern und Nachbarschaft schaffen und der Energieeinsparung dienen. Jedoch werden auch Risiken der weiteren Isolation, möglichen Überwachung und die Gefahr des Missbrauchs von entsprechenden Einrichtungen gesehen.